Zurück nach Vancouver, Rückgabe des Campers und Abschluss

Campsite im Porteau Cove Provincial Park Nach dem Frühstück auf dem Campground Porteau Cove Provincial Park mussten wir uns von unseren neu gewonnenen Bekannten mit der beneidenswerten Reiseplanung, die auf unserer Site mit Benzinmangel gestrandet waren, verabschieden. Deren Aufbruch war ein schönes Beispiel für die sprichwörtliche Gastfreundschaft der Kanadier. Ein kanadisches Pärchen hatte von einem Frühstücksausflug einen Kanister mit Benzin für die Schweizer mitgebracht. Nicht nur, dass das Benzin überlassen wurde, nein, auch der Kanister sollte den Besitzer wechseln. Man könnte ja schließlich selbst noch andere treffen, die Hilfe brauchen und so bliebe alles im Fluss. Grandios.

Wir sind dann mit wenigen Stopps für Fotos der spektakulären Aussicht vom Highway 99 aus (dem Sea to Sky Highway) direkt zum Burnabee RV Park gefahren, den wir wegen seiner Lage von vornherein für die letzte Nacht eingeplant hatten. Bei dem traumhaften Wetter (21° und Sonne) verbot es sich natürlich, den Tag auf dem zwar bestens ausgestatteten aber ansonsten sehr langweiligen Campground zu verbringen. Die nächste Skytrain-Haltestelle ist vom Burnabee RV Park nur 10–15 Minuten Fußmarsch entfernt, die man bei entsprechender Faulheit aber auch noch mit dem Bus überbrücken kann.

Also auf nach Downtown Vancouver, das wir ja schon zu Beginn unseres Urlaubs lieben gelernt hatten. Dort angekommen, ließen wir uns einfach treiben. Das gute Wetter zum Wochenende (es ist Freitag Nachmittag) gibt den Menschen in Vancouver offensichtlich ein noch etwas leichtere und entspanntere Stimmung, als sie hier eh schon vorherrscht.

Stanley Park und Seawalk

Die Skyline von Vancouver vom Stanley Park aus gesehen Von der Haltestelle Burrard zog es uns gleich wieder zum Wasser, also auf in nordwestliche Richtung, wo wir am Seawalk zwischen Canada Place und Yachthafen rauskamen. Vorher noch eine kurze Nahrungsaufnahme, mit göttlichem Sandwich, Salat und frischen Früchten. Wir folgten dem Seawalk Richtung Stanley Park, um dann nach einiger Wartezeit und immer wieder kurzen Märschen zur nächsten (Ex-)Haltestelle festzustellen, dass der Shuttle im Stanley Park nicht mehr fährt. Es gab aber zum Glück ein Gefährt der Hop on, Hop of-Touren, dessen zwar schwer zu verstehender aber sehr freundlicher Fahrer uns bis zur English Bay mitnahm. Wieder in der Zivilisation angekommen, entspannten wir erst einmal am Strand, bevor es Shawarma und Bier in einem der dortigen Imbissrestaurants gab. Anschließend bummelten wir die Robson Street herunter bis zur Burrard und mit dem Skytrain ging es zurück zum Campground.

Bemerkenswert: Am Seawalk rund um den Yachthafen und den östlichen Teil des Stanley Parks gibt es zwar Unmengen von Menschen, insbesondere Frauen, in Sportkleidung, die wenigsten von Ihnen laufen aber wirklich. Meist reicht es offensichtlich völlig aus, in mehr oder weniger gemütlichem Schritt seine Laufkleidung auszuführen, dabei fehlt aber selten die unvermeidliche Wasserflasche. In Einzelfällen tut es aber auch ein Starbucks-Becher.

Rückgabe des Campers

Vor der Rückgabe des Wohnmobils an den Vermieter stand noch die Endreinigung an. Die hielt sich allerdings in Grenzen – es hat eben so seine Vorteile, wenn man eh mindestens jeden zweiten Tag alles ein- und wegräumen muss, was nicht niet- und nagelfest ist. Zusätzlich zur üblichen Reinigung kam also nur das abschließende Saubermachen des Kühlschranks und das Aussortieren der angebrochenen Lebensmittel, was aber auch übersichtlich war. Lebensmittelpackungen, die nicht angebrochen sind, können übrigens beim RV-Vermieter Fraserway für die Food Bank abgegeben werden, so hat wenigstens noch jemand was davon. Andere Dinge, wie die nicht benötigten Grillkohlen und den Grillanzünder sowie das Bärenspray ließen wie einfach im Fahrzeug. Fraserway wird wissen, was damit zu tun ist. Den Milepost haben wir noch zu den Reiseinfos in die Leseecke bei Fraserway gelegt, was uns mal eben 1,2 Kilo im Gepäck sparte.

Der Hof von Fraserway Vancouver Die Rückabe an Fraserway lief mindestens ebenso freundlich und reibungslos wie die Übernahme und wieder hatten wir deutschsprachiges Personal. Der Camper wird einfach in die Schlange bei der Rückgabe eingereiht und während er von außen inspiziert wird, kann man die Koffer packen, die bei Fraserway hinterlegt waren. Es gibt noch ein kurzes Interview, bei dem nach Problemen oder Unfällen gefragt wird und man bekommt ein Protokoll der Übergabe. Der ganze Ablauf ist kurz als professionell freundlich zu bezeichnen. Highlight: In der Wartezeit, bis einen das Shuttle von Fraserway je nach Wunsch zum Flughafen oder zum Hotel in Downtown Vancouver bringt, werden kostenlose Hot Dogs serviert. Schwer zu sagen, ob es sich um einen alltäglichen Service handelt oder ob wir einen besonderen Tag erwischt hatten. Die Mahlzeit war in jedem Fall willkommen

Abschluss in Vancouver und Rückflug nach Deutschland

Der Portside Park in Vancouver mit Blick auf North Vancouver Um nicht direkt aus dem Wohnmobil ins Flugzeug steigen zu müssen, haben wir in der Planung noch zwei Tage in Vancouver vorgesehen. Nach der Rückgabe am Samstag ging unser Rückflug über London nach Düsseldorf also erst am Montag, was heißt, dass wir erst am Dienstag wieder in Deutschland gelandet sind. Die beiden Tage in Vancouver haben wir noch für die weitere Besichtigung der Stadt genutzt und haben noch einige Ecken entdeckt, in die wir uns verliebt haben: Gastown, Chinatown, Yaletown und immer wieder das Wasser, das Downtown Vancouver an fast allen Seiten umgibt. Unser Fixpunkt während dieser Tage war wieder das Rosedale on Robson, von dem aus wir am letzten Tag mit dem Taxi zum Flughafen fuhren. Übrigens: von allen Flughäfen, die ich bisher gesehen habe, ist der Vancouver Airport definitiv der, an dem sich die Wartezeit bis zum Abflug am angenehmsten überbrücken ließ. Nicht umsonst gewinnt dieser Flughafen regelmäßig Preise.

22 Kommentare zu Zurück nach Vancouver, Rückgabe des Campers und Abschluss

  1. Gafner sagt:

    Darf ich Sie bitten, mir die Website vom Campervermieter
    Fraserway bekannt zu geben? Besten Dank.

    Freundliche Grüsse

    Marc Gafner

  2. Klaus Bender sagt:

    Hallo Stefan, meine Frau und ich sind nun mittlerweile schon 8 mal in Canada mit dem Wohnmobil unterwegs gewesen und haben immer bei Fraserway bebucht und sind immer sehr zufrieden gewesen.

  3. Schwerti sagt:

    Hi Stefan.
    Heute morgen habe ich Deinen Bericht zu Ende gelesen und bin total geflasht von den tollen Sachen, die ihr da erlebt und gesehen habt. Ich war noch nie in Canada, es steht aber definitiv auf der Liste weit oben. Eventuell fliege ich im August/September für 7-8 Tage nach Vancouver. Rein als Städtetrip, ohne Mietwagen oder ähnliches. Es dürfte doch wohl möglich sein, sich in der Stadt ohne eigenes Fahrzeug zu bewegen. Hauptsächlich möchte ich Seakajaking und Whale watching machen und mir die Stadt ansehen. In welchem Stadtteil sollte ich mich also nach einer Unterkunft umsehen ? Die Berichte auf den ersten Seiten Eures Trips haben mir da viele Ideen gegeben, was man sich anschauen könnte.
    Eine Frage noch zum Flughafen Vancouver: Es gibt dort gewiss einige Souvenirläden, aber würdest Du diese empfehlenswert nennen, oder gibt´s da eher billigen Nippes zu kaufen ? So ein paar Souvenirs für Freunde und Familie müssen ja schon drin sein. Besonders interessiert mich da so Schnitzhandwerk der First Nations. Wäre Dir da für Tips sehr dankbar.

    Viele Grüsse,
    Stefan (Namensvetter) ;)

    • Stefan sagt:

      Hallo Stefan,

      Du solltest auf jeden Fall ein Hotel in Downtown nehmen. Von dort ist dann alles in Gehweite oder mit dem Bus zu erreichen. Je zentraler auf der Halbinsel man ist, desto besser.

      Die Souvenierläden am Flughafen haben den gleichen Nippes wie die Souvenierläden in der Stadt – nur teurer. ;-) Und auch die einheimischen Schnitzereien würde ich eher in der Stadt suchen. Da habe ich aber keinen Tipp. Aber such mal nach "Canadian aboriginal art". Ich bin in Mai und Juni wieder in Vancouver. Vielleicht fällt mir ja auch etwas auf, dann bekommst du deinen Tipp noch.

  4. Ralf A. Glöß sagt:

    Hallo Stefan
    Ein toller Reisebericht und für mich sehr interessant und lehrreich. Ich fliege mit meiner Familie von August bis September auch für 3 Wochen nach Vancouver, plane jetzt schon mal die Route. Wir sind 3 Personen und haben einen Canadream MH/B gebucht. Hotel für die ersten 2 Nächte im Hilton Metrotown.
    Meine Frage an dich: Kommt man ohne Navigationsgerät bei der Größe des Landes aus?
    Ist ein Vorausbuchen der Campgrounds sinnvoll oder eher nicht. Bei einer Buchung ist man ja wieder gebunden.

    Viele Grüße
    Ralf :-)

    • Stefan sagt:

      Hallo Ralf,

      danke für das Lob. Schön, wenn es dir bei deiner Planung hilft. Du bist ja sicher auch schon auf CamperCo gestoßen, wo es noch etwas detailliertere Infos zu Wohnmobilreisen gibt.

      Zu deinen Fragen: Ich würde so wenig wie möglich vorausbuchen. Für die hier beschriebene Tour hatten wir gar nichts gebucht und auch für meine nächste Tour im Mai/Juni werde ich maximal die erste und die letzte Nacht fixieren. Alles andere nimmt die Spontaneität, die ja gerade den Reiz bei Wohnmobilreisen ausmacht. Je nach Reisezeit kann es aber leider doch nötig sein, etwas mehr vorauszubuchen. Im August ist in Kanada Hauptsaison und nicht nur Kanadier sondern auch US-Amerikaner und natürlich auch die üblichen europäischen Touristen sind in noch viel größerer Zahl unterwegs. Das kann schon mal dazu führen, dass man seinen geplanten Campground nicht bekommt und weggeschickt wird oder auf einer Überlauffläche steht, was natürlich wenig komfortabel ist.

      Um sich die Flexibilität nicht völlig zu nehmen, kann man gemischt vorgehen: Für Anfang und Ende vorbuchen und für die Zeit dazwischen sollte es dann reichen, zumindest ein paar Tage im Voraus zu buchen, wenn man absehen kann, wie man weiterfährt. Die meisten Campgrounds bieten dazu kostenfreie Rufnummern an. Ein ordentliches Campgroundverzeichnis oder ein Onlinezugang hilft dann natürlich ungemein.

      Ein Navigationsgerät haben wir tatsächlich nur genutzt, wenn wir innerhalb von Städten unterwegs waren – in dem Fall in Vancouver und Calgary. Ansonsten reichen die Straßenkarten völlig aus, die man bei der Übernahme vom Vermieter bekommt oder die man sich für die Vorbereitung schon vorab besorgt. Wenn man dann noch ein wenig Orientierungsvermögen hat, reichen auch die Straßenschilder oft schon aus. An jeder Auffahrt ist die Himmelsrichtung angegeben. Wenn man also weiß, dass man auf einem bestimmten Highway Richtung Westen fahren will, kann man auch tagelang auf Karten verzichten.

      Viele Grüße und viel Spaß bei eurer Tour.

    • Ellen Kaloff sagt:

      Hallo Ralf,
      wir hatten bei unserer letzten Reise durch Kanada erstmals ein Navi. Ich hatte den Zusatz für mein TomTom gekauft. Auf freier Strecke schickte er uns immer so 100 m neben der Straße durch den Busch- vielleicht auf alten Indianerfpaden – lang. Sehr gut fanden wir es in den Städten, wenn wir was gesucht haben. Da hat er 100 % funktioniert. Wenn wir dieses Mal fahren nehmen wir es mit. Haben muß man aber sowas nicht- die ersten Male sind wir immer ohne unterwegs gewesen und haben auch alles gefunden. Das ist wie in Deutschland- mit ist manchmal bequemer.
      Viel Spaß bei Eurer Reise
      Ellen

  5. Ralf sagt:

    Hallo Stefan,
    sehr guter, informativer Reisebericht. Wir fliegen am 25.05. ebenfalls für drei Wochen nach Kanada und haben fast die gleiche Reiseroute, nur in entgegengesetzter Richtung, geplant. Gut und hilfreich waren für uns insbesondere die Beschreibungen der einzelnen Campingplätze.
    Wir wünschen viel Spaß auf Vancouver Island. (kommt dann bei uns später).

    Nach dem Motto: Der frühe Vogel…………. haben wir unser WOMO (Fraserway) und auch den Flug bereits im September zu einem sehr günstigen Preis buchen können.

    Gruß aus Bremen
    Irmi & Ralf

    • Stefan sagt:

      Danke und viel Spaß auf eurer Reise. Wir sind ab dem 24.5. wieder in Kanada und übernehmen unser Wohnmobil bei Fraserway am 27.5. Vielleicht trifft man sich ja. :-)

  6. Ellen Kaloff sagt:

    Hallo Stefan,
    ein sehr schöner Bericht! Ich habe richtig Lust, gleich loszufahren. Aber noch muß ich 4 Wochen warten, wir starten am 25.6. ab Frankfurt nach Calgary. Obwohl ich Deine Route schon ein paar Mal gefahren bin- sie ist einfach zu schön!- habe ich mir noch 2-3 Sachen aus Deinem Bericht notiert, z.B. Plätze. Ich will mir auch noch mal den Flug ab Düsseldorf ansehen, fürs nächste Mal. Das kommt bestimmt! Wenn einen das Kanada- Fieber erst mal gepackt hat, kommt man nicht mehr von los.
    Beste Grüße
    Ellen

  7. Tasso Schlosser sagt:

    Hallo Stefan,
    ich bin drauf und dran mal einen KanadaTrip zu planen, hab gerade einen tollen Bericht über den Banf Nationalpark gesehen. Bin leider kein Camper und noch nie mit dem Wohnmobil unterwegs gewesen. Ob es da dann Schwierigkeiten geben könnte? Ich würde als Alternative PKW und Hotel in Erwägung ziehen. Camper wäre mir allerdings lieber. Was hältst du von der Idee von Calgary nach Vancouver und vielleicht nur so um die zwei Wochen? Meine Frau will natürlich auch mal shoppen und nicht nur Natur sehen……da muss ich einen guten Mittelweg finden. Vielen Dank für deinen tollen Reisebericht. Gruß aus Nordwesten, Tasso

    • Stefan sagt:

      Hallo Tasso,

      zwei Wochen von Calgary nach Vancouver kann man schon machen. Mit dem Wohnmobil wird es dabei keine Schwierigkeiten geben. Schau dir zum Umgang mit Wohnmobilen mal die Infos auf CamperCo.de an. Dort findest du auch einen Preisvergleich für Wohnmobile. Und je eher ihr euch entscheidet, desto günstiger wird es vermutlich, wegen der Frühbucherangebote.

      Unterwegs gibt es natürlich mehr Natur als Shoppingmöglichkeiten – von Banff mal abgesehen, wo deine Frau sich sicher wohlfühlen wird. So eine Wohnmobiltour ist eben näher an der Natur als an Shoppingmalls. Das Shopping solltet ihr also vor dem Start in Calgary oder hinterher in Vancouver einplanen, wo es reichlich Möglichkeiten gibt. Das Beste wird sein, mit reichlich Platz im Koffer zu planen und für mindestens eine der beiden Städte vielleicht auch mehrere Tage einzuplanen. Die zusätzlichen Tage solltet ihr aber nicht von den zwei Wochen unterwegs abziehen sondern zusätzlich planen. Sonst wird es unterwegs zu knapp.

      Viel Spaß bei der Planung und natürlich auch später bei eurer Tour. :-)

  8. Torsten sagt:

    Hallo Stefan,

    habe gerade deinen Bericht gelesen und bin begeistert. Wir fahren vom 08.05 – 25.05 leider geht es nicht länger. Die Reise geht ab bis Vancouver. Wir wollen unbedingt Vancouver Island, Banff und Jasper machen. Da es nicht so lange ist, wissen wir noch nicht, wie wir die Reise angehen sollen. Hast du vlt. einen Vorschlag?

    Die alles entscheidende Frage aber ist ob du es empfehlen könntest an das Mobil einen Fahrradträger mit Fahrrädern mitzunehmen. Habe gelesen, dass man z.B. im Stanley Park mit Fahrrädern gut fahren kann und wenn ich mir die Miete anschaue, ist man fast genau so teuer als wenn man sie beim Wohnmobilvermieter mit dazu bucht.

    Würde mich über eine Antwort sehr freuen.

    Viele Grüße

    Torsten

    • Stefan sagt:

      Hallo Torsten,

      in gut zwei Wochen Vancouver Island UND die Rockies zu packen, finde ich zu viel. Da hetzt ihr euch unnötig und verpasst sicher die ein oder andere schöne Stelle, weil ihr zu viel unterwegs seid, statt die Gegend zu genießen, die ihr schon habt. Ich würde mich für eine der beiden Gegenden entscheiden. Vancouver Island ist allein schon einen eigenen Urlaub wert. In meinem Reisetagebuch Vancouver Island findest du sicher die ein oder andere passende Anregung dafür.

      Wenn ihr gern mit dem Rad fahrt, bietet es sich durchaus an, die Räder zum Wohnmobil dazuzubuchen. Aber für den Stanley Park solltet ihr das nicht einplanen. Ihr möchtet nicht mit dem Wohnmobil nach/durch Downtown Vancouver fahren und möchtet euch dort auch keinen Parkplatz suchen. Macht die (durchaus empfehlenswerte) Radtour durch den Stanley Park lieber vor oder nach der Wohnmobiltour. Einen zusätzlichen Tag in Vancouver kann man immer einplanen. Und dann ergibt sich vielleicht auch ein Tagesausflug nach Victoria und/oder eine Whale-Watching-Tour. Wobei die Chance auf Orcas im Herbst eh größer ist als im Frühjahr.

      Für die Rockies ist Anfang/Mitte Mai übrigens noch sehr früh. Rechnet damit, dass der ein oder andere See noch zugefroren ist oder kein Wasser führt, weil die Schneeschmelze in den Bergen noch nicht begonnen hat. In 2014 habe ich auf Vancouver Island noch Camper getroffen, die mir genau das berichtet hatten. Die kamen gerade aus den Rockies und haben die warmen Tage auf Vancouver Island genossen. Für eure Reisezeit ist mir das auch der sicherere Tipp.

      • Torsten sagt:

        Hallo Stefan,

        vielen Dank für deine schnelle Antwort. Das Reisebüro hat die Unterlagen schon fast fertig und wir wollten Ende dieser Woche buchen. Dein Kommentar hat vor allem meine Frau noch zum überlegen gebracht.

        Es wäre geplant, dass wir am 09.05. das Wohnmobil übernommen hätten, dann in Vancouver auf den Capilano CG gefahren wären und dann 2 Übernachtungen dort verbracht hätten. Die nächsten Stationen wäre gewesen Manning Provincial Park –> Kelowna –> Revelstoke –> Golden –> Lake Louis –> Banff –> Jasper –> Blue River –> Clearwater –> 100 Mile House –> Whistler –> Victoria –> Vancouver.

        Wobei Jasper und Victoria jeweils mit 2 Tagen angesetzt worden sind. Ich denke, dass es zeitlicht schon zu schaffen ist allerdings würde man dann nur überall durch fahren und könnte sich nirgends aufhalten.

        Auf jeden Fall noch mal vielen Dank für deine Meinung.

        Viele Grüße

        Torsten

        • Stefan sagt:

          Hallo Torsten,

          zu schaffen ist das in jedem Fall. Und auf diese Art seht ihr auch viel, was insbesondere für einen Erstbesuch auch sehr nett ist. Mir wäre die Tour aber zu stressig. Lieber auf ein paar Dinge verzichten und dafür etwas mehr Ruhe einplanen. Die hier im Reisetagebuch beschriebene Tour ist ja auch in 16 Tagen gefahren worden – und das fand ich schon knapp genug.

          Und nur für zwei Tage Victoria würde ich auch nicht mit dem RV auf die Fähre fahren. Für das Geld kann man dann auch schon von Vancouver aus mit dem Wasserflugzeug rüber, wenn man unbedingt Victoria noch im gleichen Urlaub sehen will. Verbringt die zwei Tage doch lieber an der Sunshine Coast oder am Sea to Sky Highway. Dort gibt es so viele schöne Stellen.

          In jedem Fall wünsche ich euch aber viel Spaß und tolle Erlebnisse und Eindrücke. Die werdet ihr in jedem Fall haben, auch, wenn ihr euch für die anstrengendere Variante entscheidet.

          Da ihr noch nicht gebucht habt: Habt ihr euch schon den Wohnmobil-Preisvergleich auf CamperCo.de angesehen? Die letzten Frühbucherangebote sind zwar gerade Ende Februar ausgelaufen, aber vielleicht lohnt es sich ja doch noch im Vergleich zu eurem Reisebüro.

  9. Torsten sagt:

    Guten Morgen Stefan,

    Den Preisvergleich haben wir uns angeschaut und auch mit CRD telefoniert. Haben die gleichen Preise wie unser Reisebüro.

    Das seltsame ist ja, dass uns die Reise http://www.der-kanadaspezialist.de empfohlen hat und die Frau Popp so heißt die Inhaberin auch Kanada "Liebhaberin" ist. War sogar vor 2 Wochen dort.

    Andererseits ist es bestimmt so, dass das Reisebüro die Reise auch verkaufen möchte.

    Hab auch mal gelesen, dass Victoria nur eine Hafenstadt sein soll und Ausgangspunkt für die Walbesichtigungstouren sein soll. Dann evtl doch lieber Vancouver Island????

    Werde nacher mal mit dem Reisebüro telefonieren, auch noch mit der Fa. CRD.

    Dir einen guten Start in den Tag.

    Viele Grüße aus Saarbrücken

    Torsten

  10. Sabine sagt:

    Danke auch von mir für deinen Bericht. Wir sind fast genau deiner Route gefolgt!! So wusste ich genau welche Distanzen gut zu bewältigen sind. Wir waren knapp 3 Wochen auf der Route unterwegs. Waren "nur" 3.500 km, aber wir lieben es einfach das Gebiet mit Wanderungen zu erkunden und bleiben mehrere Nächte vor Ort, da nur zu Fahren und kurz vom Parkplatz zur Sehenswürdigkeit zu Laufen dem Land nicht gerecht wird…
    Beim Aussichtspunkt zum Peyto Lake gibt es übrigens einen kleinen, nicht leicht zu erkennenden kurzen Trail zu einem Aussichtspunkt, den ich sehr empfehlen kann. Wir waren dort ganz allein und konnten super Fotos machen ohne das jmd im Weg war mit exakt dem gleichen Blick auf den Lake wie von der Terasse! Wir waren dort über 1 Stunde und erst als wir wieder zurück sind, kam uns ein anderes Paar entgegen… Der Trail dorthin ist ein offizieller Weg und wird auf einem Schild auch ausgewiesen (man betritt nicht widerrechtlich die Natur), aber der Weg ist nur ein Trampelpfad. Ich hab ein Foto gemacht von dem Schild, von wo der Pfad los geht, da man das echt total übersehen kann… Fall jmd Interesse hat, kann ich es zuschicken..

    Vancoucer Island ist ja ein super Grund sobald wie möglich wieder zukommen…:-) Wir werden das sicher tun!

  11. Stefan sagt:

    Hallo Sabine,

    freut mich, dass mein Bericht dir geholfen hat, deine Tour in Ruhe anzugehen. Ich hätte mir selbst auch mehr Zeit für die Tour gewünscht. Und danke für deinen Tipp zum abweichenden Pfad am Peyto Lake. Mit meiner Erfahrung mittlerweile wäre ich vermutlich auch dem weniger ausgetretenen Pfad gefolgt. Das habe ich mir vor einiger Zeit zu eigen gemacht. Man kann schöne Ausblicke so einfach viel besser genießen.

  12. Bruno Zuber sagt:

    Hallo Stefan
    voller Freude habe ich deinen Bericht gelesen. Mein Plan ist, im Juni-Juli 2017 für 18 Tage eine Rundreise zu unternehmen. Ich gehe das zum ersten mal auf eine solche Reise und stocke in der Planung immer an der Frage, welche Tages Distanzen gut zu bewältigen sind damit ich die 18 Tage richtig einplane. Ist es sinnvoll wenn man 400-600km Etappen plant oder sind Etappen mit 200-300km besser geeignet. Pro Ziel habe ich dann jeweils 1-2 Tage Zeit wobei ich auch dort flexibel bin um einen extra Tag anzuhängen. Wir sind 4 Erwachsene mit 2 Wohnmobilen der Grösse CS 23-25 Slide Out. Ist es schwierig mit diesen Vehikeln auf den Campinggrounds zu Parken oder gibt es da keine Probleme. Da wir erst nächstes Jahr nach Kanada Reisen bin ich Dir jetzt schon für einige Tipps sehr dankbar.

    Liebe Grüsse aus der Schweiz

    Bruno

    • Stefan sagt:

      Hallo Bruno,

      schön, dass dir der Bericht gefallen hat. Für solche Rundreisen empfehle ich Tagesdistanzen von weniger als 200 km zu planen. Geht man mit der Durchschnittslänge stark darüber, wird es irgendwann stressig oder man hat keine Zeit mehr, mal ein paar Tage an einem Ort zu bleiben. Natürlich hängt das auch immer von der Gegend ab. Auf gerade Straßen durch die Prärie kann man auch mal ein paar hundert Kilometer an einem Tag fahren. In den Bergen kann das aber anstrengend werden. Und man möchte ja auch mal anhalten.

      25 Fuß ist noch kein wirklich großes Wohnmobil, dementsprechend gibt es auch keine Probleme auf den Campgrounds. Die sind meist noch für ganz andere Größen ausgelegt. Man gewöhnt sich schnell an die Größe und dann ist es leicht. Aber immer an einen Einweiser denken, vor allem beim Rückwärtsfahren.

      Auf Facebook haben wir die Gruppe »Kanada mit dem Wohnmobil«. Komm doch dazu, da findest du noch reichlich Tipps und Anregungen für eure Tour im nächsten Jahr.